Die Freiwillige Feuerwehr Haslau an der Donau stellt sich vor
Gründung 1892
Die Freiwillige Feuerwehr Haslau an der Donau kann bereits auf eine lange Historie zurückblicken. Sie wurde am 8. Dezember 1892 unter dem Kommando des ersten Hauptmannes Herrn Franz Radelmayer gegründet. Laut Stammlistenbuch, welches vom ersten Schriftführer Herrn Oberlehrer Josef Zelnicek geführt wurde, umfasste die Wehr zu diesem Zeitpunkt, des damals noch „Croatisch Haslau“ genannten Ortes, insgesamt 33 Gründungsmitglieder.
Am 1. Dezember 1939 wurde der Verein der Freiwilligen Feuerwehr Haslau an der Donau mit dem „Gesetz für das Feuerlöschwesen“ aufgelöst. Die Agenden des Vereins gingen somit auf die Gemeinde über. Nur zehn Jahre später, nämlich im Dezember 1949, wurde die erneute Bildung des Vereins „Freiwillige Feuerwehr Haslau an der Donau“ von der Sicherheitsdirektion für Niederösterreich wieder genehmigt. Ab diesem Zeitpunkt stellten unzählige Kameraden ihre freiwilligen Dienste unermüdlich der Bevölkerung zur Verfügung, welche auch heute noch auf die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr vertrauen kann.
Quelle: “Haslau – Maria Ellend zwischen gestern und morgen” von Herbert Kugler, 2004
Mehr als eine Einsatzfeuerwehr
Die Feuerwehr hatte seit jeher ihren festen Platz im gesellschaftlichen Leben des Dorfes. Der vom Kommando organisierte jährliche Feuerwehrball bildete den Höhepunkt der Ballsaison im Fasching. Ab dem Jahre 1959 wurden auch Kirtage von der Feuerwehr selbst veranstaltet, die vom Gewinn dieser Feste namhafte Beträge für Schulung und Ausrüstung der Feuerwehrmänner verwenden konnte. Leider wurde der letzte Feuerwehrkirtag 1975 und der letzte Feuerwehrball 1991 abgehalten. Diese Form der Unterhaltung hatte sich überlebt und fand immer weniger Zustimmung bei der Bevölkerung.
Ab 1997 schaffte die Feuerwehr, nach einer kürzeren zwischenzeitlichen Durststrecke, durch die großartige Unterstützung ihrer zahlreichen jungen Mitglieder wieder den Durchbruch. Mit dem jährlich veranstalteten Feuerwehrfest und den dabei gebotenen Attraktionen fand man erneut Zuspruch bei der Bevölkerung. Seitdem gestaltet sich das dreitägige Spektakel einerseits als lukrative Einnahmequelle für die Wehr und andererseits als Belustigung für die Bewohner des Dorfes. Das Fest verzeichnet seither einen kontinuierlichen jährlichen Zuwachs an Besuchern.
Quelle: “Haslau – Maria Ellend zwischen gestern und morgen” von Herbert Kugler, 2004